Mehr Wohnraum für Studierende: Clemens Metz, Geschäftsführer des Studierendenwerkes Freiburg und MdL Thomas Marwein sprechen zu Neubauplänen in Offenburg

Ein bezahlbares und dennoch möglichst gut an die Universität und die Stadt angebundenes Zimmer bzw. Wohnung finden – diese Aufgabe zählt für viele Studierende mittlerweile zu den größten Herausforderungen, gerade zu Studiumsbeginn. Prüfungen, Freizeit und häufig einen Nebenjob gekonnt zu vereinen sind schließlich erst mit einem Dach über dem Kopf relevante Themen.

Aus diesem Grund haben sich Herr Clemes Metz, Geschäftsführer des Studierendenwerkes Freiburg (das auch für den Hochschulstandort Offenburg zuständig ist) und MdL Thomas Marwein zu einem Gespräch getroffen.

Um in Offenburg auch in Zukunft bezahlbaren Wohnraum für Studierende anbieten zu können, plant das Studierendenwerk Freiburg rund 150 neue Wohnplätze in Offenburg zu schaffen. Im Wintersemester  2021 sollen sie im Rahmen eines Neubaus an der Sankt-Martin-Straße bezugsfertig sein.

„Damit wäre der Bedarf für die Offenburger Hochschule für die kommenden Jahre vorerst gut abgedeckt“, so der Geschäftsführer des Studierendenwerks Freiburg , Clemen Metz. Etwa 300 Euro Warmmiete fallen dann monatlich für ein Zimmer an, Gemeinschaftsräume und Hausmeisterdienste inklusive. Gerade mit Blick auf den Freiburger Wohungsmarkt, wo Zimmer für über 500 Euro Miete keine Seltenheit mehr sind, soll so das Wohnraumangebot und damit auch der Preis in Offenburg stabil gehalten werden.

„Nun kommt es darauf an, dass der Bebauungsplan für das Gelände möglichst zügig steht und dann auch von der Stadt beschlossen wird“, unterstütze Thomas Marwein, MdL aus Offenburg, die Pläne für den Neubau in der Sankt-Martin-Straße. „Studierende benötigen bezahlbaren Wohnraum“, pflichtet der ehemalige Student und heutige Berufspolitiker bei, der sich an seine eigene Studienzeit mit sehr begrenztem finanziellem Spielraum erinnert. „Ein Platz in einem Studentenwohnheim kann außerdem Halt durch ein soziales Umfeld geben. Besonders in anstrengenden Prüfungsphasen, in Krisenfällen und zu Beginn des Studiums, wenn Vieles ungewohnt und neu ist, halte ich das für sehr wichtig“, so Marwein weiter.

Studierendenwerk-Geschäftsführer Clemens Metz und MdL Thomas Marwein waren sich außerdem schnell einig, dass die bestehenden Förderhöhen und Einkommensgrenzen für das sogenannte „BaFöG“ – die staatliche Unterstützung für Studierende etwa aus kinderreichen oder einkommensschwachen Familien – dringend angepasst werden müssen. „Mit steigenden Lebenshaltungskosten sollte auch der maximale Freibetrag des Elterneinkommens jährlich angepasst werden“, so Marwein. „Ich könnte mir spontan etwa eine Anpassung an die Reallohnentwicklung vorstellen, sowohl für den Freibetrag des elterlichen Einkommens als auch der tatsächlich bezahlten BaFöG-Sätze. Bei der Anpassung der Rente haben wir dies ja bereits“, erklärte MdL Thomas Marwein weiter.

Das Studierendenwerk Freiburg ist für 9 Hochschulen, darunter auch die Hochschulen Offenburg und Kehl, zuständig und bietet bisher rund 4.700 Studierenden ein Zimmer. Mit der konstanten Erweiterung des Angebotes wird versucht, Alternativen zu hohen Mieten zu schaffen.  Aktuell wirbt der Bundesverband des Studierendenwerkes in der bundesweiten Kampagne „Kopf braucht Dach“ für mehr studentischen Wohnraum. Hierfür fordert es auch eine stärkere finanzielle Unterstützung von kommunaler, Landes- und Bundesebene.

Weitere Informationen zum Programm „Fair Wohnen. Stark Studieren.“ sowie die Brochüre „Kopf braucht Dach“, des Deutschen Studierendenwerkes finden Sie unter http://mein-studentenwohnheim.de/was-wir-fordern

 

Die Presse berichtete über das Treffen von Marwein und Metz auf regiotrends:

http://www.regiotrends.de/2bdb263838c3460864322247890ac5e9/de/politisches/index.news.359735.html